Chip: Hoffnung für Blinde
Wie blinde Menschen wieder sehen können.
(JB) - Die Medizin hat offenbar nun eine Heilung für Blinde entwickelt. Die Behörden wollen nun bald über eine Zulassung vom ersten künstlichen Netzhautimplantat entscheiden. Dies könnte eine riesige Hoffnung für Blinde sein. Es geht zunächst um einen Fall aus London, Eric Selby betreffend. Er war rund 20 Jahre lang blind. Ohne seinen Blindenhund konnte der Rentner sein Haus überhaupt nicht verlassen. Doch der ehemalige Ing. hatte Glück, denn die Ärzte pflanzten ihm zunächst im rechten Auge ein sog. Netzhaut-Implantat ein. Ein Computerchip eben, welcher letztlich - bei optimaler Abstimmung - nichts anderes macht, als die Netzhaut im Auge: Bildinformationen aufnehmen und an das Gehirn weiter leiten.
Informationen zu diesem Beitrag
Rubrik: Gesundheit / Wellness / Erholung.
Thema: Wie blinde Menschen wieder zu Sehenden werden können.
Timeline / Datum des Ereignisses: 2011.
Newsübersicht / Datum der Veröffentlichung (auf klugseite.de): 16.10.2011.
Autor / veröffentlicht von: Jürgen Blumenkamp.
Implantat 2010 erhalten
Anfang 2010 wurde das Implantat mit dem selbstredenden Namen "Argus II" ins Auge eingesetzt. Der Hersteller aus den USA, "Second Sight", hat bereits einen Antrag gestellt, so dass "Argus II" bzw. entsprechende Verbesserungen nun auch bald in der EU zugelassen ist. Arnold Schwarzenegger (Terminator / Science Fiction (Science Fiction = wissenschaftliche Fiktionen (Erdichtungen)) lässt grüßen. Aber diese Art der Weiterentwicklung, wie wir sie in eben diesen Sci Fi Filmen sehen können, erweisen sich immer öfter als Realität der Zukunft. Eine Entwicklung, die offenbar nicht aufzuhalten ist, und bei richtiger Einsatzweise sicherlich "gut" ist. Wenn die Zulassung erfolgt, ist "Argus II" die erste künstliche Netzhaut für Menschen.
Prothese ist noch ziemlich komplex
Aktuell (Stand 2011) ist die Prothese noch sehr komplex, also auch sehr groß. Der Patient muss eine spezielle Brille tragen, welche eine winzige Videokamera und einen Sender enthält. Das eigentliche Implantat im Auge hat einen Empfänger für dieses Signal, und stimuliert noch intakte Netzhautzellen, bzw. später auch direkt den Sehnerv. So entstehen zwar völlig neue Seeintrücke, jedoch kann man lernen, damit umzugehen. Irgendwann "sieht" das Gesehene dann eben auch bekannt aus, so wie bei einem gesunden Sehenden. Momentan ist diese Methode aber noch nicht für alle Arten von Erblindung einsetzbar. Hinzu kommen die aktuell noch sehr hohen Kosten von rund 70.000,- Euro. Auf Dauer könnte das Implantat aber auch günstiger werden, und so könnten dann auch Krankenkassen "mitspielen", einfach weil es dann günstiger ist, als jahrzehntelange Pflegekosten.
Weitere Verfahren in Erprobung
Auch in Deutschland wird an vergleichbaren Dingen geforscht. An der Uni Tübingen wurde von dem Augenmediziner E. Zrenner bereits in 2010 ein vergleichbares Implantat vorgestellt, welches auch auf noch funktionierende Netzhautzellen angewiesen ist. Bisher haben ca. 15 Patienten (Stand 2011) dieses Implantat erhalten. Zwei davon konnten hinterher bekannte Objekte/Personen eindeutig wieder erkennen. Dieses Implantat soll bis 2013 auf dem Markt verfügbar sein.
Was ist zukünftig möglich?
Das ist schwer zu sagen. Gerne komme ich noch einmal auf die Sci Fi Filme zurück. Ist es nicht sehr wohl so, dass sehr viele "Fiktionen" sogar aus sehr alten Sci Fi Filmen heute bereits Realität ist? Ich denke schon! Die Meinungen gehen dennoch auseinander. Denn es gibt auch Skeptiker, die bezweifeln, dass ein solches Implantat unmöglich das menschliche Auge, bzw. die Netzhaut, ersetzen können. Ich sehe das anders! Denn früher dachte man auch, man könne mit einem Zug niemals schneller als 40km/h fahren - weil man anderenfalls vom Sog ersticken würde. Bisher wurde schon das Wichtigste, das Schwierigste geschafft. Nun heisst es, diese Geräte zu verfeinern. Und ich bin sicher, dass dies möglich sein wird, und zwar auch in wenigen Jahren.
Ergänzende Links
- direkt zur Startseite gehen.
- direkt zum übergeordneten Menüpunkt gehen.
- Tipp: machen Sie mit bei dieser Site.