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Virus als Biowaffe?

Winter 2003 - bmmh - Jahresrückblick 2003. Erstmals im November 2002 ist dieser Virus in Erscheinung getreten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO nahm die Sache sehr ernst, und befürchtete Millionen von Toten auf der ganzen Erde. Bei SARS handelt(e) es sich um eine Lungenerkrankung, welche ursprünglich nur im asiatischen Raum aufgetreten ist.

SARS - was genau ist das? (Symtome?)

SARS steht für die englische Abkürzung Severe Acute Respiratory Syndrome, zu deutsch in etwa schweres, akutes respiratorisches Syndrom. Es handelt sich also um einen Virenangriff auf die Lunge. Die Symptome dieser Krankheit sind somit in erster Linie "Atomnot". Aber auch Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen können sich zeigen. Ungefähr 10% aller seinerzeit mit SARS infizierten Patienten starben an der Krankheit. Zum damaligen Zeitpunkt standen die Ärzte ratlos vor diesem Erreger.

Woher kam der Virus?

Im asiatischen Raum lebt die Zibetkatze. Dieser Marder ähnliche Jäger ist nachtaktiv, und versteckt sich tagsüber z.B. im dichten Wald. Man geht heute davon aus, dass von diesem Tier der Virus übertragen wurde. In einigen Teilen der asiatischen Bevölkerung galt/gilt dieses Tier als Delikatesse. Bisher konnte nicht rekonstruiert werden, wie der Virus von einem Tier auf einen Menschen übergeht, was grundsätzlich nicht üblich ist. Allerdings passiert derartiges in der heutigen modernen Zeit immer öfter.

Ist SARS heute noch eine Gefahr?

In dem oben genannten Zeitraum wurden nach heutigen Kenntnissstand ca. 800 Menschen von diesem Virus getötet, wobei fast 10000 Menschen infiziert wurden. Ursprünglich befürchtete die WHO eine Pandemie mit mehreren Millionen Toten. Dieses Szenario ist zum Glück ausgeblieben. Dies ist im wesentlichen der WHO zu verdanken, denn sie hat frühzeitig informiert und kranke Menschen isoliert, so das eine weitere Verbreitung des Virus schwierig war. Heute ist SARS praktisch keine Gefahr mehr. Der Virus existiert nur noch im Labor....

Was ist eigentlich ein Virus?

Viren sind ganz kleine organische Gebilde, welche z.B. uns Menschen krank machen (können). Wir frieren dann, zittern, husten, haben Schnupfen, oder fühlen uns einfach nicht wohl. Selbst für Ärzte ist es oft nicht möglich zu sagen, welcher Virus genau gerade in unserem Körper wütet. Doch in den meisten Fällen wird unser Immunsystem schon nach einen oder wenigen Tagen mit diesen Angreifern fertig - dann geht es uns wieder besser :-) Viren sind keine Lebewesen, da sie keinen eigenen Stoffwechsel haben (Sie nehmen keine Nahrung zu sich, und scheiden auch nichts aus). Sie pflanzen sich fort, indem sie Ihr Erbgut in eine (Wirts)Zelle - z.B. im Körper eines Menschen - einspritzen. In der Folge wird die Zelle von dem Erbgut des Virus umprogrammiert. Nun werden neue Virenzellen produziert.

Wie groß ist ein Virus?

Viren sind sehr klein und somit nur mit starker Vergrößerung sichtbar. Ein Virus ist je nach Art ca. 150 Nanometer groß. Einen Millimeter kennen wir. Die nächst kleinere Einheit ist Micrometer. Tausend Micrometer sind nötig, um einen Millimeter zu erhalten. Aber ein Nanometer ist nochmals 1000 mal kleiner. Somit sind 1 Million Nanometer nötig, um einen Millimeter zu erhalten. Eine Vergrößerung von min. mehere 100.000 fach ist also nötig, um diese Erreger mit dem Auge überhaupt sehen zu können. Details werden - je nach Erreger - erst bei einer Vergrößerung von mehreren Millionen fach sichtbar.

Ergänzende Links