Entstehung von Billigfleisch
Wussten Sie, wie Billig-Fleisch entsteht?
(CK/JB) Diese Schlagzeilen und Aussagen kennen Sie: Was für eine Schande. Gammelfleisch, Ekelfleisch, MKS, BSE und Vogelgrippe: Immer wieder wird man in Deutschland von Fleisch-Skandalen aufgeschreckt. Und immer wieder wird dem Verbraucher buchstäblich die Lust auf‘s Fleisch vergehen – oder doch nicht? Fleischprodukte werden immer noch sehr stark eingekauft. Jeder Bundesbürger verzehrte im Jahr 2005 durchschnittlich eine Pute, elf Hühner und ein ganzes Schwein, andere Fleischarten nicht eingerechnet. Fleisch ist ursprünglich eine "Zugabe bzw. Beilage", wird heute aber oft als "Hauptgericht" angesehen.
Informationen zu diesem Beitrag
Rubrik: Lebensmittel / Nahrung.
Thema: So entsteht Billigfleisch: mit Tierquälerei.
Timeline / Datum des Ereignisses: 2008.
Newsübersicht / Datum der Veröffentlichung (auf klugseite.de): 03.06.2010.
Autor / veröffentlicht von: Jürgen Blumenkamp.
Fleisch ist Lebenskraft, oder?
Fleisch ist ein Stück Lebenskraft, so wird es uns von den Lobbyisten der Fleischindustrie eingeredet. Der Verbraucher bekommt aber in der Regel nur mit Antibiotika- und Hormon-Rückständen belastetes Fleisch zu kaufen. Wenn man dazu noch hört, dass ausgerechnet unser Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer "vier Jahre altes Fleisch nicht als gesundheitsgefährdend" einstuft, mag man sich fragen, worin die "Lebenskraft" des Fleisches eigentlich noch besteht.
Gütesiegel, doch wofür eigentlich?
Die Lobbyisten suggerieren mittels Gütesiegeln wie "QS" oder 25 D’s" dem Konsumenten, dass er objektiv über Tierhaltung und Fleischqualität informiert wird. Doch in Wirklichkeit sagen diese Siegel nichts aus. Selbst wenn der Verbraucher auf teureres Bio-Fleisch umschwenkt, kann er nicht in jedem Fall sicher sein, inwieweit er hochwertiges Fleisch bekommt: Auch in dieser hart umkämpften Branche steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund. Und damit ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es Gammelfleisch mit Bio-Siegel gibt.
Geiz ist gar nicht geil
Geiz ist geil" – kein anderer Slogan spiegelt besser unser derzeitiges Kaufverhalten wieder. 100g Hackfleisch kosten bei den großen Lebensmittel-Discountern weniger als 100g Katzenfutter. Frisst meine Katze dann etwas Hochwertigeres als ich? Sollte ich mit meiner Katze das Essen tauschen? Wenn ein Lebensmittelhändler 100g Hackfleisch für 59 Cent verkauft und dabei noch Gewinn macht, wie müssen dann wohl die Tiere gehalten werden, die dieses Fleisch liefern? Sehen Sie selbst: In den letzten drei Jahren habe ich mich ohne das Wissen der Betreiber heimlich in industrielle Mastbetriebe geschlichen und dabei Bilder erstellen können, die ich Ihnen in dieser Fotodokumentation auf 20 farbigen Seiten präsentiere. Sie zeigen die ungeschönte Wirklichkeit. Meine Bilder sind 100%ig authentisch!
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Bild oben; Deutsches Tierschutzbüro 53828 Troisdorf Fon 0228-2999967 www.tierschutz-videos.de
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