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Regierung Schröder

Schröder war "gut"

Die Regierung Schröder (rot/grün) war "gut". Eine negative Ein-Jahres-Bilanz der Großen Koalition hat der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Prof. Hans-Werner Sinn, gezogen. Sinn übt in der ZEIT zugleich scharfe Kritik am Vorstoß des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) zur Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Ältere.

Informationen zu diesem Beitrag

Rubrik: Politik.
Thema: Die Regierung "Schröder" war gut!
Timeline / Datum des Ereignisses: 2006.
Newsübersicht / Datum der Veröffentlichung (auf klugseite.de): 03.11.2009.
Autor / veröffentlicht von: Jürgen Blumenkamp.

Fast wie ein Held

"Gemessen an den bisherigen Leistungen der Großen Koalition kommt einem Gerhard Schröder schon fast wie ein Held vor. Er hat Steuersenkungen im Umfang von circa 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts durchgesetzt, er hat die Steuerquote um fast einen Prozentpunkt gesenkt, er hat Deutschland aus dem Irak-Krieg herausgehalten, und er hat die Arbeitslosenhilfe abgeschafft. Das war mutiger, als es vielen seinerzeit erschien", sagt Sinn.

Ein großer Wurf

Schröders Mut, so der als eher konservativ geltende Sinn, "sollte man der Großen Koalition auch wünschen. Warum wagt es die Regierung nicht, die Agenda 2010 zu einem Programm für einen aktivierenden Sozialstaat weiterzuentwickeln?" Als "großen Wurf" lobt Sinn dagegen die Unternehmensteuerreform: "Das war ein Pfund. Man brauchte mehr davon."

Bild oben; Gerhard Fritz Kurt Schröder (* 7. April 1944 in Mossenberg, heute Stadtteil von Blomberg, Kreis Lippe), genannt Gerhard Schröder oder auch Gerd Schröder, ist ein deutscher SPD-Politiker. Er war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland sowie zuvor von 1990 bis 1998 Ministerpräsident des Bundeslandes Niedersachsen. Nach seiner politischen Karriere wechselte Schröder in die Wirtschaft, wo er bis heute verschiedene Positionen bekleidet. Seine Arbeit als Bundeskanzler hat er ohne Frage gut gemacht, so Professor Sinn. Der Versuch von Jürgen Rüttgers bei den Sozialreformen den Rückwärtsgang einzulegen, sei "symptomatisch für eine neue Angst vor den Wählern, die die Politik paralysiert", sagt Sinn.

Nachtrag 2007:

Gerhard Schröder, Ex-Bundeskanzler, hat in Syrien die Ehrendoktorwürde der Universität von Damaskus entgegengenommen. Schröder werde für seinen Einsatz für den Dialog zwischen den Zivilisationen ausgezeichnet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana.

Ergänzende Links