Rücktritt Guttenberg
Rücktritt von Minister zu Guttenberg
JB - es ist schon wieder passiert. Ein Minister muss zurück treten. Heute legt Minister zu Guttenberg (CSU) sein Amt nieder. Doch hätte das wirklich sein müssen? Entscheiden Sie selber. Seit Wochen diskutiert ganz Deutschland über die "Plagiatsvorwürfe" der Doktorarbeit von zu Guttenberg. Ist sein Doktortitel auf legale Weise entstanden? Wie schlimm ist wirklich, was zu Guttenberg "getan" hat? Ist es richtig oder eher falsch ein solches "Drama" von einer Sache zu machen, die von machen als "Bagatelle" eingestuft wird? Hätte diese Hetzkampagne mit Forderungen nach Rücktritten wirklich sein müssen?
Informationen zu diesem Beitrag
Rubrik: Politik (CSU).
Thema: Rücktritt von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg
Timeline / Datum des Ereignisses: 2011.
Newsübersicht / Datum der Veröffentlichung (auf klugseite.de): 01.03.2011.
Autor / veröffentlicht von: Jürgen Blumenkamp
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Was ist eigentlich passiert?
Alles fing Mitte Februar an. Die Süddeutsche Zeitung berichtete über Plagiatsvorwürfe der Doktorarbeit von "zu Guttenberg". Es ging zunächst nur darum, dass einige Stellen der Doktorarbeit offenbar aus Kopieen bestanden. Das alleine ist schon nicht in Ordnung, keine Frage. Doch im Laufe der Zeit wurde auch klar, dass diese Stellen nicht entsprechend als Zitat markiert waren. Und diese Stellen, es wurden immer mehr. Zeitweilig wurde in den Raum gestellt, ob überhaupt irgend etwas von Guttenberg selber geschrieben worden sei. Das diese Behauptungen völlig überzogen sind, ist aber auch klar. Zu Guttenberg ist durchaus ein vorbildlicher Politiker. Letzlich wird er nicht zu Unrecht von sehr großen Teilen der Bevölkerung geliebt.
Muss man so ein Drama davon machen?
Und so stellt sich die Frage; muss man wirklich so ein Drama von dieser Sache machen? Es geht hier nicht um Mord. Nicht um Kindesmisshandlung. Nicht um einem Bankraub mit Geiselnahme. Nein, hier geht es "nur" um das Prinzip. Und das kann manchmal für den Betroffenen, der - und in diesem Fall glaube ich das durchaus - keine bösen Absichten hatte, sehr brutal sein. Minister Guttenberg hat sehr viel Zeit damit verbracht, seine Doktorarbeit abzuliefern. Er hat damit ohne Zweifel eine Leistung vollbracht, die nur wenige im Stande sind, zu vollbringen. Seinen Doktortitel hätte er auch ohne die kopierten Stellen bekommen. Das Wissen, so eine Prüfung zu bestehen, hat er sicherlich. Recht muss zwar Recht bleiben, doch in diesem Fall muss ich persönlich sagen - auch wenn ich kein CSU und auch kein CDU Wähler bin; dieser Rücktritt, mit der vorausgegangenen Hetzkampagne hätte so nicht sein müssen. Doch was ist, wenn sich herausstellen sollte, dass zu Guttenberg einen Ghostwriter hatte? Dann, ja dann sieht es übel aus.
Fazit
Zu Guttenberg war, bzw. ist ein vorbildlicher Politiker, der - wie schon gesagt - von der Bevölkerung größtenteils geliebt wurde, bzw. wird. Und was spricht gegen einen Politker der von großen Teilen der Bevölkerung, von denen die wählen gehen, geliebt wird? Gar nichts, genau. Doch zu so einem späten Zeitpunkt des Rücktritts gab es offenbar keine sachliche, keine menschliche Lösung mehr. Interessant - vielleicht auch verständlich - ist auch, dass besonders die Wissenschaftler, jener Personenkreis mit Doktor- und Professortitel, sich besonders schwer tut, das Geschehene zu verstehen und zu akzeptieren. Der kleine Bürger, zu denen auch ich mich zähle(n muss), der nie einen solchen Titel erlangen wird, sieht diese Dinge eher gelassener...
Nachtrag 02.03.2011
Erst wollen ihn die Gegner loswerden, beschimpfen ihn, treten ihn, beleidigen ihn, doch schon einen Tag nach den Buhrufen scheint sich bei einigen Gegnern erste Zeichen von Mitleid / Menschlichkeit - oder wie auch immer man so etwas bezeichnen mag - zu zeigen. Gut so, aber nun ist es zu spät. Möglicherweise haben wir einen guten Politiker verloren. Einiges spricht jedenfalls dafür. Die ersten Politikerkollegen äusserten sich mittlerweile dahingehend, zu Guttenberg könne zu gegebener Zeit in ein politisches Amt zurück kehren. Doch will er das? ..... Würden Sie, lieber Leser, es an seiner Stelle wollen, hätten Sie all dies mitgemacht, an seiner Stelle?
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Ihr Klugseite-Team
JB
Nachtrag 04.03.2011
Manchmal ist eine Regierung schnell - wenn es darum geht, Posten zu vergeben. Wer wird der neue Bundesverteidigungsminister? Offenbar der jetzige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Dann fehlt also ein Innenminister. Wer wird das? Vermutlich der bisherige CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich Hausherr. Na dann ist ja alles klar :-) Warten wir mal ab. Vielleicht kommt es ja noch ganz anders....
Ergänzende Links
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