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Manipulation von Fußballspielen

29.05.2010 - (Jahresrückblick 2005). Errinnern Sie sich noch an den Fussball Wettskandal aus dem Jahre 2005? Robert Hoyzer, der sogenannte "Skandal-Schiedsrichter", der wegen Manipulation von Fußballspielen zu 2 Jahren und 5 Monaten Haft (ohne Bewehrung) verdonnert wurde, muss nun am Freitag, dem 18.05.2007 seine Strafe im Berliner Männer Gefängnis "Hakenfelde" antreten.

Wie alles seinen Lauf nahm...

Es geht um Fussball. Und es geht um Schiebung, um Manipulation. Schon um 1970/71 gab es einen riesigen Bundesliegaskandal, damals betreffend die Fussballclubs "Rot-Weiss-Oberhausen" und "Arminia Bielefeld". Heute - in diesem Beitrag - geht es um die Zeit um 2004/2005. Beteiligt an den Betrügerreien waren div. Spieler, Trainer und Funktionäre - aber auch eine Wettmafia, welche in Berlin ansässig ist.

Es flog auf...

Der Schiedsrichter Robert Hoyzer gab im Januar 2005 zu, Spiele des DFB Pokals, der zweiten Bundesliega, und der Fussball Regionalliga "verschoben" zu haben. Es fing so an, dass andere Schiedsrichter (Lutz Michael Fröhlich, Olaf Blumenstein, Manuel Gräfe sowie Felix Zwayer) sich mit der Führung des DFB trafen, und dort berichteten, dass es einen Verdacht gegen Robert Hoyzer gab. Man zweifelte immer öfter die Entscheidungen an. Robert Hoyzer stand seit der Saison 2002/2003 auf der DFB Schiedsrichterliste. Er leitete bis zu seinem Rücktritt zwölf Spiele der 2. Fußball-Bundesliga, sowie auch Begegnungen im DFB-Pokal und in der Regionalliga.

Die Mafia

In den Medien wurde direkt nach dem Geständniss berichtet, Robert Hoyzer hätte Kontakte zur (kroatischen) Wett-Mafia, mit Sitz in Berlin.

Konsequenzen für Hoyzer

Hoyzer legte am 27. Januar 2005 ein Geständnis ab: Die Anschuldigungen seien korrekt. Der DFB-Kontrollausschuss beantragte beim Sportgericht eine sofortige Vorsperre gegen Robert Hoyzer. Aufgrund Hoyzers Kooperationsbereitschaft verzichtete der DFB auf die ursprünglich geforderte Geldstrafe von 50.000 Euro, allerdings wurde Robert Hoyzer beim DFB lebenslang gesperrt, und darf weder als Schiedsrichter noch als Trainer, Spieler oder Jugendbetreuer beim DFB fungieren. Weiter gab es eine (strafrechtliche) Verurteilung wegen Beihilfe zum bandenmäßigen Betrug zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 5 Monaten (ohne Bewährung). Diese wurde durch das Landgericht Berlin ausgesprochen. Das Urteil ist durch den Bundesgerichtshof am 15. Dezember 2006 rechtskräftig, so dass Hoyzer seine Haftstrafe am 18. Mai 2007 antreten musste. Er wird somit vorraussichtlich im Oktober 2012 wieder freikommen.

Ergänzende Links