Erdbeben in Japan
Gigantische Umweltkatastrophe: Erdbeben in Japan
JB - Gegen kurz vor 7:00 Uhr MEZ (ca. kurz vor 15:00 Uhr Japanzeit) hat sich am Freitag, dem 11.03.2011 eines der schwersten Erdbeben in Japan erreignet. Das sog. Epizentrum (Entstehungsort des Bebens) lag nach aktuellen Erkenntnissen ca. 350 km nordöstlich von Tokio in einer Tiefe von mehr als 20 km. Japan - eine Region, die für starke und stärkste Erdbeben bekannt ist, wurde nun schon wieder von so gewaltigen Naturkatastrophen heimgesucht.
Japan Dokuvideo Teil 1
Informationen zu diesem Beitrag
Rubrik: Umwelt und Naturschutz.
Thema: Das verheerende Erdbeben (mit AKW Gau) in Japan.
Timeline / Datum des Ereignisses: 2011.
Newsübersicht / Datum der Veröffentlichung (auf klugseite.de): 05.04.2011
Autor / veröffentlicht von: Jürgen Blumenkamp.
Was genau ist passiert?
Erdplatten, die sog. tektonischen Platten reiben sich unter der japanischen Insel besonders stark. Es kommt zu wahrhaftig gigantischen Spannungen, die sich dann recht schlagartig entladen. Dann verändern sich plötzlich Höhenunterschiede von Erdplatten. Dabei wird Wasser aufgeschaukelt, und eine riesige Welle türmt sich immer weiter auf, umso näher sie an die Küste kommt. Dort ist diese Welle durchaus bis zu 10 Meter hoch, und reisst alles mit sich. Aufgrund unglücklicher Umstände (Wasserüberschwemmung) funktioniert die Diesel Notstromversorgung des AKWs Fukushima nicht. Dies sollte sich noch als das größte Problem überhaupt herausstellen!
Bilder des Grauens
Bild oben; die direkt sichtbaren Folgen des Erdbebens: eine gewaltige Flutwelle strömt auf das Land zu und reisst alles mit sich.
Zurück zum AKW: Aufgrund des Ausfalles der Notstromversorgung beginnt ein Prozeß, der sich mit 2000 Grad Celisus Hitze durch jedes Material bohrt. Denn der Reaktorkern muss gekühlt werden, was von Pumpen erledigt wird, die Kühlflüssigkeit durch den Kern pumpen. Doch diese haben nun keinen Strom. Strahlung wird frei, wieviel ist bis Mo. dem 14.03.2011 unklar. Die Informationswilligkeit der japanischen Regierung lässt Wünsche offen. Das kennen wir aus Tschernobyl. Doch andere Regierungen verschweigen auch Ihre Unfälle, nicht nur die Japaner. Dies ist nicht der erste Atomunfall, bei dem zunächst die Wahrheit der Bevölkerung verschwiegen wird.
Direkte Folgen des Bebens
Aufgrund der teilweise bis zu 10 Meter hohen Flutwelle wird ein riesiges Gebiet zerstört. Das Ganze hat wahrlich biblische Ausmaße. Stündlich kommen neue Hiobsbotschaften hinzu. Es ist davon auszugehen, dass vermutlich zehntausende Japaner unter den Trümmern zu Tode gekommen sind. Mehrere hundertausend Japaner wurden bereits evakuiert. Nach aktuellen Schätzungen (Stand 14.03.2011) sind über 70.000 Gebäude nicht einfach nur beschädigt, sondern zerstört, zertrümmert worden.
Indirekte Folgen; AKW Gau
Durch die Folgen der starken Erdbeben (mit z.T. heftigen Nachbeben) hat sich das AKW Fukushima 1 abgeschaltet. Die Notstromversorgung hat zunächst gearbeitet, ist dann aber bald ausgefallen. Notkühlungen mit eingeleiteten Meerwasser führen zu starker (Knall)Gasentwicklung. Ein Druck baut sich auf, und es folgt eine Explosion. Kernschmelze ist jetzt die große Gefahr.
Wie funktioniert eigentlich ein AKW?
Unmoderne, unflexible, teure Technik, die teilweise Jahrhunderte alt ist. Kaum zu glauben, aber wahr; in Atomkraftwerken wird mittels 50 Jahre alte Technik! (Kernspaltung) eine sehr große Hitze erzeugt. Mittels dieser Hitze wird Wasserdampf (kochendes Wasser) erzeugt. Der Dampf (mit hohem Druck) treibt sog. Dampfturbinen an. Im Prinzip ist das nichts anderes, als eine mehrere hundert Jahre alte Dampfmaschine! Diese Dampfturbine treibt mit Ihrer Welle nun einen elektrischen Stromgenerator an. Es ist lächerlich, so alte und gefährliche Technik anzuwenden, und es ist grob fahrlässig.
Fertig ist das Atomkraftwerk :-( Doch diese Technik ist nicht beherrschbar, die Vergangenheit hat dies mehrfach deutlich gezeigt, denn neben vielen sog. kleinen Zwischenfällen, bei denen man vielleicht noch ein Auge zudrücken kann, gab auch auch einige sehr große, GAUs (Gröste anzunehmende Unfälle) sowie auch Super GAUs, wie z.B. in Tschernobyl. Diese Technik bewahrt keine Schöpfung. Deshalb müssen nun auch endlich kirchliche Organisationen und auch die Kirchen selber Farbe bekennen. Sie sollten sich - so die Meinung der Redaktion "klugseite" - gegen Atomkraft aussprechen". Doch warum setzt die ganze Welt auf diese gefährliche Technik? Es gibt weltweit (Stand 2011) 435 Atomkraftwerke. Alleine in Deutschland 17. Österreich hat übrigens gar kein AKW / Atomkraftwerk. Dieses Land will nichts mit dieser gemeinen Technik zu tun haben. Gut so! Die Menschheit sollte sich mehr mit Stromerzeugung aus Photovoltaik und Windkraft beschäftigen, und in jedem Haushalt ca. 10 kWh elektrische Speicherakkus bereit stellen. Ein solcher Speicher kostet incl. der nötigen Elektronik heute (Stand 2011) nur gut 5000,- Euro. Wenn nun noch Strom gespart wird, ist die Lösung schon gefunden. Und umso mehr verkauft werden, umso billiger kann die Technik werden.
Historie der Geschehnisse (Woche 1)
- Freitag, 11.03.2011, MEZ kurz vor 07:00 Uhr: die Erde bebt
- Sa. Block 1 wird immer heisser, explodiert.
- Kernschmelze offenbar im Anfangsstadium (B1).
- So. Block 3 heizt sich immer weiter auf.
- in Tokio demonstrieren hunderte Menschen gegen die Regierung.
- auch in Japan lebt die Anti Atom Welle wieder auf.
- Mo. Morgen; Block 3 wird immer heisser, explodiert.
- Kernschmelze offenbar im Anfangsstadium (B 3).
- Trümmer von Block 3 Explosion beschädigen Block 2.
- Mo. Abend; im Block 2 sind Brennstäbe heissgelaufen.
- Mo.: Bundeskanzlerin Merkel setzt für 3 Mon. die AKW Verl. aus.
- Di. Morgen; in der letzten Nacht hat es eine Explosion im Block 2 gegeben.
- Kernschmelze offenbar im Anfangsstadium (B2).
- Im Block 4 hat sich nun ein Feuer gebildet, was offenbar gelöscht wurde.
- Mi.; bisher sind ca. 400.000 Japaner in Notunterkunften.
- eine neue Explosion im Block 4.
- über dem Reaktor schwebt eine riesige weisse Wolke.
- in Tokio aktuell schon 40 fach erhöhte Strahlungswerte.
- Do.; neue Stromleitung soll verlegt werden.
- praktisch Wintereinbruch mit Schneefall.
- 400.000 Japaner frieren bei Nachts bis zu -17 Grad.
Ergänzende Links
- Lesen Sie bitte auch Teil 2 dieses Beitrages .
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