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Heros Geldtransport Skandal

Heros: das ganze Geld ist "futsch"

JB - Der Heros Geldtransport-Skandal. Für den spektakulären Millionenbetrug bei dem ehemals größten deutschen Geldtransportunternehmen "Heros" soll Ex-Firmenchef Karl-Heinz Weis elf Jhare hinter Gitter. Für 3 weitere Mitangeklagte Manager wurden beim Landgericht Hildesheim 7,5 und 8,5 Jahre Haft "vollstreckt". Doch wo ist das ganze Geld geblieben? Wie können die Geschädigten (meist auch kleine Firmen) damit leben? Doch von Anfang an. Wie hat alles angefangen, und vor allem: wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Informationen zu diesem Beitrag

Rubrik: Finanzen und Wirtschaft.
Thema: Der Heros Geldtransportskandal.
Timeline / Datum des Ereignisses: 2006.
Newsübersicht / Datum der Veröffentlichung (auf klugseite.de): 02.10.2009
Autor / veröffentlicht von: Jürgen Blumenkamp.

Verkehrte Welt

Wie ist es zu erklären, dass ausgerechnet ein Geldtransportunternehmen die ihm anvertrauten Gelder veruntreut? Die Geschichte; Im Februar 2006 flog die ganze Sache auf, und das "Heros" Unternehmen brach zusammen; Heros Inhaber und Mitarbeiter sollen über Jahre hinweg insgesamt fast 300 Millionen Euro von Kunden unterschlagen haben. Kunden, das waren namhafte Banken, oder auch Supermarktketten. Fragt sich; warum haben die eigentlich nichts gemerkt? Wird wirklich in der Wirtschaft so viel Geld verdient, dass niemandem auffällt, wenn selbst große Mengen nicht Ihr Ziel erreichen?

Der Hintergrund

Der Hintergrund des Entstehens; eigentlich kaum zu glauben, aber offensichtlich die Wahrheit, denn die Gerichte sind sich einig und haben Ihr Urteil gesprochen: Der "Chef" der "Bande" hat vorgelebt, was die Manager nachgemacht haben. Er, der ehrenwerte Herr Weiss hat mit dem Geld genau das Gegenteil gemacht, als er hätte tun sollen. Heros ging es nicht darum, wem das Geld gehört, welches Sie transportieren. Ihnen hatte nur interessiert, wie man es - über Jahre hinweg - immer wieder bei Geldtransporten möglichst geschickt entwendet. Gleichzeitig entstand so noch eine weitere ganz fiese Art des Unternehmens; andere Mitbewerber (Geldtransporte) mit Dumpingpreise ausstechen, um selber den Auftrag für den Transport zu bekommen. Echt clever ausgedacht. Doch hier ist "clever" ganz klar ein negatives Wort. So "clever" zu sein, nein, das möchte man nicht.

Und nun?

Und wie gehts weiter ? => Im Sommer 2006 wurde "Heros" von einem US-Investor übernommen, und wird nun unter dem Namen "SecurLog" weiter geführt. Das ist nicht zum lachen: "Secur..." eine Abkürzung des englischen Wortes Security, zu deutsch "Sicherheit". Nun, vielleicht nehmen sie Ihre Arbeit jetzt ernst(er). Was noch ? Ach noch etwas: über 1000 Mitarbeiter der ehemals ca. 4000 wurden nicht von der US Firma übernommen.

Ergänzende Links